SoLaWi – was ist das?

„SoLaWi“ ist die Abkürzung für „Solidarische Landwirtschaft“ und ist eine Antwort auf die sozialen und ökologischen Verheerungen, die von der industriellen Landwirtschaft verursacht werden. Sie möchte den Anbau gesunder Lebensmittel und die Förderung einer kleinbäuerlichen Landwirtschaft aus der Profitlogik des Marktes auskoppeln. Dafür tun sich Menschen zusammen, um gemeinsam einen Betrieb zu finanzieren, und erhalten im Gegenzug einen Anteil der Ernte.

In der Bieterunde der solidarischen Landwirtschaft, diese findet im Februar vor der nächsten Saison statt, werden die jährlichen Gesamtkosten der Gärtnerei transparent gemacht. Die Gesamtkosten werden auf die Mitglieder umgerechnet und daraus entsteht für die einzelnen Anteile (Obst / Gemüse / Brot) der Richtwert. Die Mitglieder geben in der Bieterunde ihre Gebote ab mit dem monatlichen Beitrag den sie leisten können oder möchten. Der Durchschnittswert aller Gebote muss dem Richtwert entsprechen. Reichen die Gebote zusammen noch nicht aus, folgen weitere Runden, in denen einige ihren Beitrag freiwillig erhöhen. So wird der Betrieb gemeinschaftlich finanziert und solidarisch von allen getragen.

Für Erzeuger*innen

Das SoLaWi-Modell bietet  den Landwirt*innen ein gesichertes Einkommen, unabhängig von Preisschwankungen auf den Weltmärkten, Ernteausfällen, etc. Sie können eine wirkliche „Vielfaltsgärtnerei“ betreiben, die rund ums Jahr eine große Auswahl an Kulturen anbaut. Sie wissen genau, für wen sie die Lebensmittel anbauen, und stehen in direktem Kontakt zu den Mitgliedern.

Für Mitglieder

Im Gegenzug für die finanzielle Sicherheit, die sie dem Betrieb gewähren, erhalten die Mitglieder vor Ort angebaute, saisonale Lebensmittel in hoher Frische und Bio-Qualität- und dadurch die Möglichkeit, sich klimaschonend zu ernähren. Sie wissen genau, wo , wie und von wem diese Lebensmittel angebaut werden, und können selbst Einfluss nehmen auf den Betrieb.

Für unsere Mitwelt

Statt Monokulturen wachsen auf unseren Flächen eine große Vielzahl von Obst- und Gemüsekulturen. Dazu kommen Blühstreifen und Nisthilfen, die unsere Gärtnerei zu einem kleinen Biotop machen. Wir verzichten auf fossile Düngemittel, synthetische Pestizide und schwere Maschinen. Dadurch und durch die kurzen Lieferwege verbrauchen wir nur ein Minimum an fossiler Energie.

Neugierig geworden?

Unser Dachverband, das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft, hat noch mehr Infos zum Konzept „Solidarische Landwirtschaft“  auf seiner Website.